Stofftransfer von Verpackung zu Mineralwasser

Stofftransfer von Verpackung zu Mineralwasser

Acetaldehyd

Acetaldehyd ist ein Stoff, der sich mit der Zeit in das Getränk gelöst. In geringeren Mengen ist er zwar unbedenklich für die Gesundheit, beeinflusst jedoch sehr stark den Geschmack von Mineralwasser.

Ursache für den Stofftransfer ist die Verwendung von Billig-PET-Preformen, bei denen man sich den Zusatz von Acetaldehydblockern gespart hat. Der "Kunststoffgeschmack" kann aber auch bei GLasflaschen mit Aluverschlüssen die Kunststoffinlays enthalten entstehen.

Antimon

Antimon ist ein hochgiftiges Schwermetall. Es ist ein unersetzbarer Kalaysator bei der PET-Herstellung und geht bei höheren Temperaturen ins Mineralwasser über. Daher auch der Rat PET-Flaschen niemals in der Sonne zu lagern.

Phthalate

Phthalate sind chemische Weichmacher, die verhindern sollen, dass Plastikflaschen spröde werden und brechen. Darüber hinaus haben sie eine hohe hormonelle Aktivität und können in das Füllgut übergehen.

Mikrobiologie

Die Kohlenstoffatome im Kunststoffmaterial sind perfektes Futter für Bakterien. Deshalb stellen PET-Flaschen auch in mikrobieller Hinsicht eine Gafahr dar, da Plastikflaschen nicht so hoch erhitz werden können wie Glasflaschen. Kunststoffflaschen schmelzen bei 59°C.

Abhilfe schaffen hier Konservierungsmittel, Velcorin und Dimethyldicarbonat, oder die Abfüllung nach einer Kurzzeiterhitzung in einer äußerst teuren vollaseptischen Anlage.

Waschlauge

Ebenfalls ist es möglich, dass Bestandteile aus der Waschlauge in das Flaschenmaterial übergehen. Die Reinigungslauge führt zudem zum Vergrauen der Plastikflasche.