Riesling

Riesling - Die Königin der Weißweine

Riesling - Bedeutung

Nicht umsonst ist die Riesling-Rebe als die deutsche Rebsorte auf der ganzen Welt bekannt. Denn er repräsentiert wie kein anderer die deutsche Weinkultur. Bereits seit dem 17. Jahrhundert ist der Riesling die von staatlicher Seite empfohlene weiße Rebsorte in Deutschland. Nachweislich weis man heute, dass der Riesling bereits vor 600 Jahren in Deutschland nagebaut wurde. Gerätselt wird jedoch seit jeher über die Namensgebung: Kommt das Wort "Riesling" nun von verrieseln, mitreißender Säure, edles Reis oder doch von Rusling, was dunkles Holz bedeutet? Fest steht jedenfalls, dass deutscher Riesling im internationalen Markt als Rheinriesling bekannt ist, der auch das Synonym Klingenberger oder Johannisberger tragen darf. Der Begriff Rheinriesling hängt wohl damit zusammen, dass am Rhein die längste Rieslingtradition vorherrscht.

Der Riesling wird in allen deutschen Anbaugebieten erfolgreich angepflanzt und nimmt etwa 23.300 Hektar der gesamten zur Verfügung stehenden Rebfläche ein. Das entspricht mehr als 22,4 % der bestockten Rebfläche, womit Riesling nicht nur die meistangebaute weiße Rebsorte ist, sondern auch die meisten verwendete Rebsorte in ganz Deutschland.

Riesling - Anbau und Ausbau

Der Riesling ist eine sehr spät reifende Rebsorte, deren charakteristischstes Element die rassige Säure ist. Durch diese Eigenschaft ist er prädistiniert für die nördlichen Anbaugebiete wie Deutschland. Hier kann er durch das milde Klima seine Säure ideal ausbilden und in der Herbstsonne voll ausreifen. Von allen Rebsorten stellt der Riesling mit die höchsten Ansprüche an die Lage der Reben, dafür ist er beim Boden sehr pflegeleicht.

Beste Wachstumbedingungen findet der Riesling an den steilen Hängen der Flussläufe, den Steillagen. Der Riesling steht in allen Qualitätsstufen zur Verfügung, vom feinherben Riesling bis hin zum frisch-süßen Eiswein-Riesling. Bei den höheren Qualitätsstufen kommen restsüße Weine häufiger vor, da eine dezente Süße die hohe Säure ausbalanciert.

Die natürlich hohe Säure beitet auch einiges Potenzial bei der Versektung der Rieslingweine. So finden sich in immer mehr sortenreine Winzersekt, hergestellt aus Riesling.

Aber auch die edlen Süßweine brauchen sich nicht zu verstecken. Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und auch Eisweine gehören zu den international am höchsten gehandelten deutschen Weinen.

Trinken sollte man einen Riesling frühestens ein Jahr nach der Ernte, wobei die meisten Rieslinge ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren erreichen. Hinzu kommt eine nahezu unbegrenzte Lagerfähigkeit von Spitzenweinen.

Riesling - Aussehen, Aroma und Geschmack

Der typische Rielsing zeichnet sich durch eine blassgelbe bis grünlich-gelbe Farbe aus. In der Nase sind Apfel und Pfirsich dominierend und im Mund spürt man die charakteristische rassige Säure, die einen Riesling ausmacht. Bei Rieslingen, die auf Schieferböden gewachsen sind, kann man auch eine mineralische Note schmecken. Im Alter bekommt der Rieslingwein einen interessanten Petrolton.

Riesling - Genuss

Junge, leichte Rieslingweine, von trocken bis süß, stellen ideale Sommerweine dar. Als Begleiter zum Essen sind gereiftere Rieslinge besser geeignet. Trockene bis halbtrockene bzw. feinherbe Rieslinge harmonieren besonders gut zu leichten Gerichten, gedünstetem See- und Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen und Geflügel. Halbtrockene bis liebliche Spätlesen passen hervorragend zu Frischkäse. Fruchtig-süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen sind perfekte Begleiter zu fruchtigen Desserts. Altersgereifte edelsüße Auslesen und Beerenauslesen sind ideale Aperitifs für edle Menüs.