Mineral- und Tafelwasser-Verordnung

Mineral- und Tafelwasser-Verordnung

Seit dem 18. Jahrhundert werden erhebliche Mengen abgefüllter Wässer in die ganze Welt versandt.

Der Begriff "Tafelwasser" war damals der Oberbegriff für Mineralwässer und mineralarme Wässer. Die Differenzierung bestand deswegen, weil 1911 festgelegt wurde, dass "natürliches Mineralwasser" keiner verändernden Behandlung unterzogen werden darf. Außerdem musste Mineralwasser mindestens 1.000 Milligramm gelöster Mineralien oder 250 Milligramm natürliche Kohlensäure pro Liter enthalten. Unter Tafelwasser verstand man dann mineralarmes Wasser.

Diese alte Regelung wurde erst in den 1980er Jahren geändert. Die Mineralwasserverordnung wurde am 1. August 1984 verbschiedet. Darin wurde festgelegt, wie mit Tafelwasser, Quellwasser und natürlichem Mineralwasser umgegangen werden muss.

Was ist natürliches Mineralwasser?

Natürliches Mineralwasser ist Wasser, das folgenden besonderen Anforderungen entspricht:

  • Natürliches Mineralwasser hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und wird aus einer oder mehreren natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen.
  • Des Weiteren ist es von ursprünglicher Reinheit und kennzeichnet sich durch seinen Gehalt an Mineralien, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen und gegebenenfalls durch bestimmte, insbesondere ernährungsphysiologische Wirkungen.
  • Seine Zusammensetzung, seine Temperatur und seine übrigen wesentlichen Merkmale bleiben im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant - durch Schwankungen in der Schüttung werden sie nicht verändert.

Die amtliche Annerkennung

Damit ein Wasser als Mineralwasser bezeichnet werden darf, bedarf es einer amtlichen Anerkennung. Die amtliche Anerkennung wird auf Antrag erteilt. Sie setzt voraus, dass die Anforderungen der Definition von Mineralwasser erfüllt sind und dies unter

  • geologischen und hydrologischen,
  • physikalischen, physikalisch-chemischen und chemischen,
  • mikrobiologischen und hygienischen sowie
  • bei Wässern mit weniger als 1.000 Milligramm gelöster Mineralstoffe oder weniger als 250 Milligramm freien Kohlendioxids in einem Liter gegebenenfalls zusätzlich unter ernährungsphysiologischen oder sonstigen Gesichtspunkten mit wissenschaftlich anerkannten Verfahren überprüft worden ist.

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