Legenden und Mythen zum Tee

Drei Legenden um die Entdeckung des Tee

Es gibt drei vorherrschende Legenden, die sich um die Entdeckung des Tees ranken. China, Japan und Indien haben ihre eigenen Vorstellung davon, wie der Tee in die Kultur des Menschen Einzug hielt. Nachfolgend erzähle ich Ihnen die drei Sagen.

Die Entdeckung des Tee - Die Chinesische Legende

Der chinesischen Legende zufolge wurde der Tee vom chinesischen Kaiser Shen Nung vor etwa 5.000 Jahren durch Zufall entdeckt. eines schönen Tages war Kaiser Shen Nung in seinem prachtvollen Garten unterwegs - es war damals schon üblich heißes Wasser zu genießen. Auch an diesem Tag wollte der Kaiser Shen Nung sein heißes Wasser auf einer Bank im kaiserlichen Garten zu sich nehmen. Also saß er da auf der Bank unter einem Baum und schlürfte an seiner Tasse als plötzlich ein starker Wind auf kam. Der Wind blies einige Blätter vom Baum über ihn in sein heißes Wasser. Was dann geschah, war der Moment, der als die Geburtsstunde des Tees in die Geschichte einging. Das Wasser verfärbte sich und es begann angenehm zu duften. Der Kaiser beschloss sich das Gebräu zu verkosten und er stellte fest, dass es fantastisch schmeckte. Der Baum über der Bank war ein Teebaum. So verbreitete sich der Tee zuerst in China um dann schließlich die ganze Welt zu erobern. Je nachdem, ob sich der Tee auf dem See- oder Landweg verbreitet hat, haben sich zwei verschiedene Bezeichnungen entwickelt.

Die Entdeckung des Tee - Die Japanische Legende

Die Japaner haben ihre eigene Sage, die sich um die Entdeckung des Tee rankt. Der Mönch Daruma hatte ein großes Ziel - er gelobte sieben Jahre zu meditieren. Aber trotz des Versprechens, das er gab, wurden seine Augen immer schwerer. Um der Gefahr zu entrinnen einschlafen zu können, beschloss sich Daruma zu einem radikalen Schritt. Der Mönch Daruma riss sich die Augenlieder ab und warf sie weg. Der Legende nach wuchs an der Stelle, wo die Augenlieder landeten, der erste Teestrauch. Zu erklären ist das auch durch die Form der Teeblätter, denn diese ähneln entfernt der Form von Augenliedern. Auch der Name gibt Aufschluss über die Herkunft des Tees: Das japanische "Cha" bedeutet nicht nur Tee, sondern im Japanischen auch Augenlied.

Die Entdeckung des Tee - Die Indische Legende

Aus Indien wiederum stammt ein anderer Mythos zur Entdeckung des Tees. Der Mönch Dharma setzte sich in den Kopf sieben Jahre nicht zu schlafen und sich dem buddhistischen Glauben hinzugeben. Nach fünf Jahren aber, begann ihn eine unglaubliche Müdigkeit zu überfallen. Er griff nach den Blättern des Strauchs, unter dem er zusammengesunken war, und zupfte einige Blätter ab und steckte sich diese in den Mund. Als er so auf den Blättern kaute erfuhr er bald die erfrischende und belebende Wirkung der Blätter und merkte, wie seine Müdigkeit verflog. Auf diese Weise war es ihm möglich sein Vorhaben zu Ende zu bringen.