Heilwasser

Heilwasser

Heilwasser ist in Deutschland kein Lebensmittel sondern ein Arzneimittel und unterliegt somit dem Arzneimittelgesetz. Damit man ein Mineralwasser Heilwasser nennen darf ist eine komplizierte amtliche Zulassung notwendig, denn das Heilwasser muss seine medizinische Wirksamkeit durch wissenschaftliche Untersuchungen beweisen. Erfahrungen aus der Vergangenheit spielen bei der Zulassung keine Rolle. Die Erstzulassung gilt zunächst lediglich für fünf Jahre, bestätigt eine erneute Analyse die Wirksamkeit gilt die Zulassung unbegrenzt.

Die Freigabe von Mineralwasser muss durch eine Sachkundige Person, sprich durch einen Arzt oder Apotheker, stattfinden. Außerdem ist ein Stufenplanbeauftragter und ein Leiter der Herstellung und der Qualitätskontrolle zu ernennen.

Nach der Zulassung des Wassers erhalten die Heilbrunnen genaueste Vorgaben, wie sie das Etikett zu bedrucken haben.

Heilquellen werden vom Deutschen Staat besonders geschützt. Das Einzugsgebiet wird als Heilquellenschutzgebiet ausgerufen und genießt damit ganz besonderen Schutz. Im Gegenzug verlangt der Staat, dass das Wasser den Menschen der Umgebung kostenfrei zur Selbstabfüllung zur Verfügung gestellt wird.

Natürliches Heilwasser

  • Ist von ursprünglicher Reinheit
  • Lindernde oder heilende Eigenschaften müssen anhand wissenschaftlicher Studien bewiesen sein
  • Stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, die vor Verunreinigungen geschützt sind
  • Muss am Quellort abgefüllt werden
  • Muss als Arzneimittel zugelassen werden
  • Folgende Behandlungen sind erlaubt: Entzug von Eisen und Schwefel, Zusatz oder Entzug von Kohlensäure, dieser muss angemeldet werden
  • Muss lindernde oder heilende Wirkungen haben