Die Teepflanze

Die Teepflanze

Egal ob Grüner Tee, Schwarzer Tee, Weißer Tee, Oolong Tee, Gelber Tee oder Pu Erh Tee, alle stammen von der selben Pflanze ab. In der Botanik zählt die Teepflanze zur Familie der Theaceae und der Gattung der Kameliengewächse. Aus ihren Blättern wird der echte Tee gewonnen. Grundsätzlich werden bei der Teepflanze zwei Arten unterschieden - zwischen den beiden Urpflanzen Camellia sinensis und Camellia assamica. Heute allerdings werden meist nur noch die Hybriden aus diesen beiden Arten angepflanzt, da diese feiner und aromatischer im Geschmack sind. Des Weiteren haben die Hybriden der Teepflanzen einen höheren Ertrag und sind zudem widerstandsfähiger gegen Wetter und Krankheiten.

Die Teepflanze ist ein immergrünes Baumgewächs, das gelblich-weiße Blüten bildet und hartschalige, an Haselnüsse erinnernde, Früchte trägt. Die Blätter sind kurzstielig, ledrig und gezahnt.

Wo wächst die Teepflanze?

Teepflanzen wachsen in suptropischen bis tropischen Gebieten zwischen dem 38. Grad nördlicher Breite und dem 38. Grad südlicher Breite. Jedoch gibt es für den erfolgreichen Anbau der Teepflanze noch mehr zu berücksichtigen und eine Vielzahl an klimatischen Bedingungen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur muss mindestens bei etwa 19 Grad Celcius liegen und darf 32 Grad Celcius im Schatten nicht übersteigen. Frost ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Frost wird nur bedingt von der Teepflanze vertragen. Ein Minimum von täglich vier Stunden Sonne ist ebenfalls wichtig für das Gedeihen der Teepflanze. Gleichmäßige Niederschläge von mindestens 1.600 Litern Wasser sind nötig für ein gutes Wachstum.

Der Boden muss tiefgründig, gut durchlüftet, nährstoffreich und Sauer sein, da die Teepflanze Tiefe Wurzeln entwickelt. Die Berge werden wegen der Entwässerung genutzt, da hier keine staunässe entstehen kann. Auf Teeplantagen mit viel Sonnenschein werden Schattenbäume geplanzt, damit die Teepflanzen vor Verbrennungen geschützt sind.

Die Teeplanze Camellia sinensis

Die Camellia sinensis ist die Teepflanze, mit der Kaiser Shen-Nung vor knapp 5.000 Jahren den Tee entdeckte. Die Camellia sinensis wird auch als Chinesiche Teepflanze bezeichnet, da sie in China ursprünglich vorkommt und dort auch ausschließlich Verwendung findet. Die Camellia sinensis wächst als Strauch und wird etwa drei bis vier Meter hoch. Die Wurzeln der Teeplanze gehen in die Breite und weniger in die Tiefe.

Die Camellia sinensis entwickelte kleine, zarte Teeblätter von feinem Aroma. Diese Art der Teepflanze wächst auch in gemäßigten Breiten und verträgt mäßigen Frost.

Die Teepflanze Camellia assamica

Die Camellia assamica ist ein Gewächs für die tropischen Gefilde. Die Camellia assamica ist ein bis zu 15 Meter hoher Teebaum. Die Camellia sinensis entwickelt größere Blätter als die Camellia sinensis und bringt höhere Erträge, dafür sind die Aromen flacher.

Hybriden der Teepflanzen

Hybriden werden zu einem ganz bestimmten Zweck gezüchtet: Man möchte die Vorteile verwandter Spezies in einer Pflanze kombinieren.

Ziel ist es, widerstandfähige, aber zugleich frostresistente Teepflanzen zu züchten, die viel Aroma haben sowie einen hohen Ertrag. Außerdem können die Hybriden der Teepflanzen an die Bedingungen der Anbaugebiete angepasst werden.

Der Geschmack des Tees

Wie beim Wein und beim Wasser bestimmen die geographischen Besonderheiten Qualität und Geschmack der fertigen Teeblätter. Anbaugebiet, Höhe, Klima, Sonneneinstrahlung, der Boden sowie die Verarbeitung der Teeblätter nehmen Einfluss auf den Teegenuss. Aber auch der Zeitpunkt der Pflückung ist entscheidend für die Qualität des Tees. Die erste Pflückung, der so genannte first flush, ergibt zarte, milde und zarte Tees. Die zweite Pflückung, der second flush, ist kräftiger im Geschmack und hat blumige Noten. Die dritte Pflückung, der third flush, bringt meist etwas herbere Tees hervor.

Vermehrung und Aufzucht der Teepflanze

Teepflanzen für den Teeanbau werden heute meist nur noch über Stecklinge vermehrt. Verwendet werden dabei Stecklinge von kräftigen und ertragreichen Mutterpflanzen. Auf diese Weise ist es möglich, Teepflanzen zu züchten, die perfekt an die jeweiligen Bedingungen angepasst sind.

Diese Stecklinge werden in der tea nursey, der Baumschule für Teepflanzen, aufgezogen. Nach sechs Monaten im Schatten werden sie langsam an das Sonnenlicht gewöhnt und wenn sie etwa 50 Zentimeter groß sind, werden die Teepflanzen in den Teegarten gepflanzt. Nach drei bis fünf Jahren können die ersten Teeblätter gepflückt werden.

Damit die Teepflanzen ständig neue Triebe bilden, müssen sie immer wieder gestutzt werden. Des Weiteren sind regelmäßiges Düngen, Unkrautkontrolle, Schutz gegen Krankheiten und stetiges Pflücken von Bedeutung. Nach weiteren vier bis fünf Jahren werden die Teepflanzen auf etwa 60 Zentimeter zurückgeschnitten, damit der Ertrag nicht nachlässt. Heutzutage wird eine Teepflanze 120 bis 140 Jahre alt.