Chardonnay

Chardonnay - Das Allround-Genie der Rebsorten

Chardonnay - Bedeutung

Die Rebsorte Chardonnay, die in Österreich auch Morillon genannt wird, zählt zu den am weitesten verbreiteten Rebsorten der Welt. Sie ist in allen weinproduzierenden Ländern zuhause und besetzt weltweit etwa 175.000 ha der verfügbaren Rebfläche. In Deutschland erhielt der Chardonnay seine Zulassung erst im Jahre 1991, seitdem steigt die mit Chardonnay besetzte Rebfläche in Deutschland aber stetig an. Sein Anteil in Deutschland liegt mit etwa 1.600 ha nur bei ungefähr 1,5 % der gesamten Rebfläche. Besonders dort, wo die Burgundersorten prächtig gedeihen wurde auch der Chardonnay mit Erfolg kultiviert. Die wichtigsten deutschen Anbaugebiete für Chardonnay sind Rheinhessen, Pfalz und Baden.

Chardonnay - Anbau und Ausbau

Der Chardonnay gehört zur Familie der Burgundersorten und stellt auch ähnliche Ansprüche an die Lage und den Boden. Am besten gedeiht er auf tiefgründigen, kalkigen und warmen Böden. Der Chardonnay gilt als Winterharte Rebsorte und ist nicht besonders anfällig gegen Krankheiten. Lediglich die dünne Beerenschale begünstigt die Bildung von Botrytis. Der Chardonnay reift mittelspät, das heißt er kann kurz vor dem Riesling gelesen werden. Die Oechslegrade liegen auf Burgunderniveau, bei Reduktion der Erträge sogar darüber, die Säure dagegen ist meist moderat. Die meisten Chardonnay-Weine werden trocken ausgebaut, ob der Ausbau im Stahltank oder im Barrique erfolgt ist dem Winzer selbst überlassen, beides erzielt sehr gute Ergebnisse. Manchmal werden die frischen und fruchtigen Chardonnays auch zu Sekt weiterverarbeitet.

Verbreitet beim Chardonnay ist die malolaktische Gärung, bei der mithilfe von Milchsäurebakterien die rassige Apfelsäure zu Milchsäure umgewandelt wird. Durch diese zweite Gärung wirken die Weine weniger sauer und erhalten ein cremiges Finish. Es entstehen Aromen von Butter, die zur Komplexität beitragen.

Chardonnay - Aussehen, Aroma und Geschmack

Für den Chardonnay sind Aromen von Melone, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder unreifen Äpfeln charakteristisch. Hohe Chardonnay-Qualitäten besitzen in der Regel mehr Alkohol und Extrakt. Werden sie zusätzlich im Barrique ausgebaut, ergänzen Holznoten wie Vanille, Karamell oder Rauch die primären Fruchtaromen. Seine Farbe reicht von einem hellen gelb bis zu einem kräftigen honiggelb.

Chardonnay - Genuss

Der Chardonnay eignet sich zu verschiedensten Anlässen. Er wird in verschiedenen Qualitätsstufen, vom frischen Qualitätswein bis zur Auslese, angeboten. Leichte, junge Chardonnays sind gute Begleiter zu Fisch und Meeresfrüchten. Kräftigere oder holzbetonte Chardonnays passen zu Gebratenem und herzhaftem Käse.